5 einfache Schritte zur Conversionoptimierung

Wie Sie mit diesen 5 einfachen Schritten Ihre Conversions steigern können.

Hoher Traffic, viele Warenkörbe aber auch ebenso viele abgebrochene Warenkörbe. Wer kennt es nicht? 

Sie sind mit deinem Latein am Ende? Sie wollen eine Conversiontoptimierung vornehmen? Die abgebrochenen Warenkörbe reduzieren? Dann sind sie hier genau richtig. Die folgenden 5 Schritten werden auch Ihnen dabei helfen Ihren Umsatz zu steigern.

Schritt 1: Der Kaufprozess.

Häufig führen Schwierigkeiten im Kaufprozess zu einem abgebrochen Warenkorb. Deswegen müssen Sie sich in die Sicht des Kunden versetzen. Das gelingt am besten, wenn Sie den kompletten Weg des potentiellen Käufers durchmachen. 

Wir starten von der ersten Impression, meist der Werbeanzeige. Funktioniert der eingebaute Link? Führt der Call-to-Action Button zum richtigen Produkt? 

Wie geht es auf der Produktseite weiter? Erfährt der Kunde alle Informationen die er benötigt? Wird ihm klar vermittelt, welche Vorteile ihm das Produkt bringt? Werden ihm vor Allem sofort die eventuell anfallenden Versandkosten angezeigt?

Funktioniert der „In den Warenkorb“ Button ordnungsgemäß? Darüber hinaus sollte der Kunde nicht direkt zum Einkaufswagen weitergeleitet werden. Dadurch fühlt sich der Käufer nicht unter Druck gesetzt und hat die Möglichkeit nach weiteren Produkten zu suchen.

Im Warenkorb angelangt, wie leicht kann der Kunde seine Bestellung abschließen? Ist Ihr Shop mit Shopify aufgesetzt, gibt es die Funktion des automatischen Ausfüllens. Diese erspart dem Kunden wertvolle Zeit und bringt Sie dadurch einen Schritt näher zum erfolgreichen Kauf.

Ein wahrer Conversion-Killer ist das späte Hinzufügen von Versandkosten. Wie bereits einige Absätze zu vor erwähnt, sollten die Versandkosten transparent von Beginn an kommuniziert werden. Ein spätes Hinzufügen von Versandkosten im Kaufabschluss sorgt für eine hohe Absprungrate.

Zusammenfassung:

Überprüfen Sie den kompletten Weg des Käufers. Vom ersten Klick bis hin zum Kaufabschluss. Falls Ihnen hier Fehler auffallen sollten Sie diese unverzüglich ausbessern. Insbesondere die Produktseite muss fehlerfrei sein und die Vorteile sowie alle anfallenden Kosten transparent kommunizieren. Auch der Kaufabschluss muss für den Kunden einfach und intuitiv stattfinden.

Schritt 2: Legal Pages und Vertrauenswürdigkeit.

Vertrauenswürdigkeit ist das A und O im Online-Geschäft. Wenn Sie nicht den Eindruck eines seriösen Unternehmens hinterlassen wird der Kunde selten zum Käufer werden. 

Die Basics sind hierbei simpel. Haben Sie ein Impressum, eine Datenschutzerklärung, eine Widerrufsbelehrung und AGBs? Dann haben Sie bereits eine gute Basis.

Darüber hinaus sollten Sie noch eine Seite mit den Versandinformationen (Bearbeitungsdauer, Versandart, Versandkosten Versanddauer) hinzufügen.

Nicht zu unterschätzen ist ebenfalls eine Seite mit Unternehmensinformationen. Sie sollten Ihr Unternehmen vorstellen. Ihre Mission und Ihre Vision darlegen und auch Ihr Alleinstellungsmerkmal hervorheben. Wie heben Sie sich von den Mitbewerbern ab? Aber noch viel wichtiger: Warum genau sollen die Besucher bei Ihnen einkaufen?

Zusammenfassung:

Wenn Sie es schaffen dem Kunden transparent und leicht alle Informationen zur Verfügung zu stellen dann haben Sie ihn einen Schritt näher zum Kaufabschluss gebracht. 

Wenn Sie darüber hinaus den Besucher von Ihren Unternehmensinhalten überzeugen können sind sie einen großen Schritt näher.

Schritt 3: Der Express-Checkout Button.

Was auf den US-Märkten gut funktioniert schreckt vor Allem im DACH-Raum Kunden ab. Der Express-Checkout Button auf der Produktseite wirkt für potentielle Käufer abschreckend. So erzeugt der Button eher die Bedeutung „Gib mir schnell dein Geld“. Gepaart mit fehlenden Unternehmensinformationen wirkt der Express-Checkout nicht vertrauenswert.

Deaktivieren können Sie den Button in Shopify wie folgt: Theme Customizer -> Product Pages/Produkt Seite -> Entfernen Sie den Haken bei „Show Dynamic Checkout Button“.

Schritt 4: Der Warenkorb

Innerhalb des Warenkorb gibt es zahlreiche Conversion-Killer. Oft entdecke ich in Onlineshops meiner Kunden die gleichen Fehler. Durch kleine Veränderungen innerhalb der Warenkorb-Seite kann die Conversion schon merklich gesteigert werden. 

Wir beginnen mit dem offensichtlichstem: Der Titel vom Warenkorb. Anstatt nur „Warenkorb“ bietet sich hier beispielsweise „dein Warenkorb“ an. Ob Warenkorb oder Einkaufswagen verwendet wird hängt vor Allem von der Größe und Wertigkeit des Produktes an. Bei eher kleineren Produkten sollte der „Warenkorb“ verwendet werden, bei größeren Produkten, die auch in einem Geschäft in einen Einkaufswagen gelegt werden müssen „Einkaufswagen“. Falls möglich bietet es sich ebenfalls an etwas passendes zum Shop zu verwenden, beispielsweise „Deine Kaffeedose“.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Mengenaktualisierung. Diese sollte im besten Fall mit +/- Elementen funktionieren und ohne einen weiteren „Aktualisieren“-Button. 

Der Hinweis auf Reservation sollte ebenfalls nicht vorhanden sein. Sicherlich wird sich jetzt die Frage stellen „Warum?“. Dies hat mehrere Gründe: Zum einen ist es psychologisch gesehen sinnvoller, die Verlust-Aversion zu benutzen. Diese besagt einfach gehalten, dass Verluste schwerer gewogen werden als gleich große Gewinne. Daher sollte im Warenkorb lieber präsent beispielsweise folgender Satz platziert werden: „Artikel im Warenkorb werden nicht reserviert.“ Zum anderen werden Hinweise wie „Ihr Warenkorb ist für 15 Minuten reserviert“ oftmals mit einer zusätzlichen App hinzugefügt. Externe Apps verlangsamen immer die Ladegeschwindigkeit.

Schritt 5: Ladegeschwindigkeiten

Eine Studie von von skilled.co, Walmart, Cook und Mobify ergab hinsichtlich der Ladegeschwindigkeiten folgende Ergebnisse:

  • Anzahl der Kunden, die erwarten, dass ein Onlineshop innerhalb von 2 Sekunden geladen ist: 47 %
  • Conversion-Rate von Seiten die in 2,4 Sekunden geladen wurden: 1,9 %
  • Conversion-Rate von Seiten die in 3,3 Sekunden geladen wurden: 1,5 %
  • Conversion-Rate von Seiten die in 4,2 Sekunden geladen wurden: < 1 %
  • Conversion-Rate von Seiten die in mehr als 5,7 Sekunden geladen wurden: < 0,6 %

Natürlich sind diese Zahlen nicht in Stein gemeißelt. Die Conversion-Raten sind oft auch bei langsameren Shops höher. Jedoch gilt zu sagen, dass bei Ladezeiten über 3,5 Sekunden die Conversion-Rate deutlich kleiner wird. 

Doch wie wird die Ladegeschwindigkeit reduziert? Das gelingt unter anderem mit folgenden Maßnahmen:

  • Bilder komprimieren
  • Animierte Gifs optimieren, oder nicht verwenden 
  • So wenig zusätzliche Apps/Plugins wie möglich verwenden
  • Gutes Theme verwenden/Theme optimieren

Vor Allem in puncto Apps/Plugins lässt sich vieles mit ein paar Zeilen Code im Onlineshop einrichten ohne, dass hierfür eine extra App verwendet werden muss.

Möglichkeiten die Ladegeschwindigkeit zu messen finden Sie hier:

Schritt 6: An die Arbeit gehen

Nun ist es an der Zeit die beschriebenen Optimierungen durchzuführen.

Sie benötigen Hilfe bei der Optimierung Ihres Onlineshops? Gerne bin ich Ihnen dabei behilflich!